Physiotherapie  Michaela Bauer

Osteopathie eine neue Behandlungsmethode? 
Was versteckt sich dahinter?
Osteopathie ist eine Philosophie, so sagt es der Gründer  der ersten Osteopathieschule A.T. Still, der eigentlich Chirurg war. Er ging nach persönlichen Schicksalsschlägen einen anderen Weg, als die Schulmedizin lehrte und entwickelte ein Konzept ohne Medikamente und Operation zu heilen, dass bis heute Bestand hat. Seine Schüler haben diese Lehre in alle Welt getragen.
Was ist das besondere an der Osteopathie?
Osteopathen befassen sich mit der Struktur und Funktion des menschlichen Körpers. Dazu ist ein umfangreiches Anatomiewissen erforderlich. Alle Organe sind verbunden. Gelenke, Muskeln, Nerven, innere Organe, Gehirn und Rückenmark, überall  gibt es Verbindungen und Schaltstellen. Das alles umhüllende Bindegewebe, die Faszien erhalten, eine zentrale Bedeutung bei der osteopathischen Behandlung. Über die Faszien erreicht man alle Strukturen. Ein Selbstheilungsprozess kann angeschoben werden. Der Mensch als individuelle Einheit steht hier im Mittelpunkt, nicht unmittelbar seine Krankheit. Bewegung spielt in der Osteopathie eine große Rolle. Bewegungen von Organen, Flüssigkeiten, Rhythmen werden ertastet und verglichen. Nach einer eingehenden Untersuchung und Anamnese werden die Symptome geordnet und Verkettungen untereinander gesucht oder ausgeschlossen. Dann wird behandelt. Ca. 1  Stunde wird für eine Behandlung gebraucht.
Viele chronische Beschwerden können mit Osteopathie gelindert werden.
z.B. Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme, auch Schwindel, Ohrgeräusche und Kiefergelenksprobleme können behandelt werden.

Welche Grenzen hat sie? 
Auf Osteopathie muss man sich einlassen. Man sollte diese Therapie nicht einfach mitnehmen, nur weil es derzeit von einigen Krankenkassen zur Mitglieder Werbung genutzt wird. Wer gleichzeitig noch andere Therapien hat sollte, die erst abschließen und sich bewusst für die Osteopathie entscheiden und es auch mit dem behandelnden Arzt besprechen. Die Erwartungen besonders bei chronisch kranken Menschen oder Schmerzpatienten sollten nicht so hoch gelegt werden. Das bringt beiden Seiten nur Unzufriedenheit. Auch die Möglichkeiten der Physiotherapie könnten ausgeschöpft werden. Es kann auch parallel Krankengymnastik oder Sport getrieben werden.
Kassen die sich an den Kosten der Osteopathie beteiligen.